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Web Development 1 min Lesezeit

Webflow vs WordPress für Schweizer KMU: Eine ehrliche Einordnung

Beide Plattformen sind sinnvoll – aber für unterschiedliche Probleme. Wir zeigen, wann Webflow die richtige Wahl ist und wann WordPress immer noch dominiert.

#Webflow#WordPress#CMS#KMU

In Beratungsgesprächen ist die Frage “Webflow oder WordPress?” meist schon eine emotionale. Beide Lager haben starke Meinungen, beide haben recht – für unterschiedliche Probleme.

Wofür Webflow gemacht ist

Webflow glänzt bei Marketing-Sites mit hohem Designanspruch und kleinem Wartungsbedarf. Stärken:

  • Kein Wartungsalltag. Keine Plugin-Updates, keine PHP-Versionen, keine Sicherheitslücken im Wochentakt.
  • Designer-First-Workflow. Wer das Layout bauen will, ohne durch PHP-Templates zu denken, wird hier glücklich.
  • Schnelles CMS für Redaktion. Saubere UI, intuitiv, ohne WordPress-Backend-Komplexität.
  • Hosting inklusive. CDN, SSL, Backups – alles dabei, kein separater Hoster.

Konkret: KMU-Webseite mit fünf bis fünfzig Unterseiten, Blog, klarer Conversion-Strategie. Genau das, wofür Webflow gebaut wurde.

Wofür WordPress weiterhin dominiert

WordPress ist nicht tot, im Gegenteil. Stärken:

  • Beliebige Erweiterbarkeit. Plugin-Ökosystem, das kein anderes System matcht.
  • WooCommerce. Wer einen schweizweit ausliefernden Shop mit komplexen Versandregeln, Steuerlogik und Produkt-Konfiguratoren braucht, kommt an WooCommerce schwer vorbei.
  • Multi-Site und komplexe Rollen. Vereine, Kammern, Verbände mit zwanzig Redakteuren und differenzierten Rechten.
  • Vorhandene Inhalte. Wer 500 Artikel und ein gewachsenes Plugin-Ökosystem hat, sollte das nicht leichtfertig migrieren.

Die ehrliche Vergleichsmatrix

KriteriumWebflowWordPress
Zeitaufwand für Erstaufsetzunggeringmittel
Wartungsaufwand pro Jahrminimalerheblich
Designer-Freiheithochmittel (mit Themes)
Plugin-Universumbegrenztpraktisch unendlich
Shop-Tauglichkeitbegrenztsehr hoch (Woo)
Hosting-Kostenca. CHF 250–500/Jahrab CHF 100/Jahr
Lock-Inhochniedrig

Wann wir was empfehlen

Webflow für: Brand-Sites, Marketing-Pages, KMU-Websites mit Blog und Buchungsfunktion, Launches mit Tempo-Druck.

WordPress für: Shops mit komplexem Sortiment, Multi-Redakteur-Setups, bestehende WordPress-Welten mit hohem Migrations-Risiko, Spezialfälle mit notwendigen Plugins.

Custom Stack für: Webapps, SaaS-Produkte, Marketing-Sites mit kompromisslosem Performance-Anspruch (Lighthouse 100), Anwendungsfälle, in denen weder Webflow noch WordPress passen.

Die ehrliche Antwort lautet selten “X ist besser als Y”, sondern fast immer “X passt besser zu deinem konkreten Setup”. Wer pauschal das Gegenteil behauptet, verkauft – und überlegt nicht.


LJ

Luca Jöhl

Veröffentlicht: 8. März 2026

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